machtgier

Tief hinter der Grenze weinen Kinder, kämpfen um Nahrung, heben ihre Hände, teilen ihr Brot mit Steinen. Überall am Strassenrand stehen Menschen, sehen der Sonne zu und Schirmen ihre Augen ab. Sie wünschen sich die Fliegen aus dem Gesicht. Sag mir, was kannst du sagen? Wen kannst du verantwortlich machen? Wie in einem Spiegel siehst du dich selbst. Jeder dieser Menschen hat einen Namen. Überall in der Stadtgemeinde sterben junge Menschen an Hunger und an Durst. Der Brunnen ist ausgetrocknet. Mit ihren Tränen nährt sie ihren Sohn. Du kannst sagen, dass du dich zurückziehst. Wir sehen diese Bilder überall, doch wir wissen nicht, was hinter diesen verschlossenen Türen vor sich geht. Und es scheint dich nicht zu kümmern. Erwartest du von mir, dir zu glauben? Du kannst dein Pferd zum Wasser hinunterführen, ihm ein Gewehr an den Kopf halten und es zwingen, zu trinken. Egal was du sagst, es wird nie besser werden. Egal was du tust, wir werden niemals eine Veränderung sehen. Menschen leben ohne Recht, ohne ihre Würde. Wie laut muss ein Mensch rufen, um sein Recht auf Freiheit zu erlangen? Du kannst deinen Spielzeugsoldaten befehlen, Schwarz und Weiss nicht zu trennen. Doch wenn der Nebel sich lichtet und das Blut aufhört, zu fliessen, wie kannst du dann nachts schlafen? Was macht dich so gross und mächtig, was qualifiziert dich, dass du hier sitzen kannst und bestimmst, wiviele Freiheit besitzen und wieviele mehr sterben? Du hast dich selber dazu bemächtig, Urteile zu fällen. Versuchst du, Gott zu spielen? Eines Tages wird es kein Geld mehr geben, so wie es dich eines Tages auch nicht mehr geben wird. Wir werden niemals eine Veränderung sehen, egal was du tust.

10.4.07 21:29

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